Münchner Mieten steigen - warum wohl?

19.12.2007

Aufgrund des Jahresberichtes des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) reagierten am heutigen Tage weite Teile der Tagespresse.

Münchner Mieten im Steigen begriffen!

Der IVD führt diese Tatsache auf die verminderte Bautätigkeit in den letzten Jahren zurück und nennt dabei das Kind deutlich beim Namen.

Zum Einen brachte die Sorge um den Arbeitsplatz den Mittelstand dazu, einstweilen von einem langfristigen finanziellen  Engagement in ein Immobilienprojekt Abstand zu nehmen - der Eigentumserwerb kam so in den letzten Jahren schleichend "aus der Mode".

Zum Anderen ist die teilweise schon grotesk mieterfreundliche Rechtsprechung der Grund, dass kaum noch private Investoren ihr Geld in zu vermietende Immobilienanlagen investieren wollten. Vermieten wird heute schon als "enteignungsgleicher Eingriff" gesehen, ein Klima, welches beim besten Willen keine Investitionsfreude hervorruft.

Dilettantisches politisches Herumstolpern liess die privaten Investitionen von lebensbestimmender Bedeutung, wie es der Immobilienerwerb nun einmal ist,  in Lethargie verfallen. Nur schnelllebige Wirtschaftsgüter fanden zufriedenstellenden Absatz.

Termini, wie  "Geiz ist geil", oder "billig - will ich", sprechen diesem verhängnisvollen Zeitgeist aus der Seele.

Eine Mietrechtssprechung, die den Leistungsträger quasi enteignet, populistisch den vermeintlich Schwächeren protegiert, eigentlich aber nur als  willfährige Wählerstimme bei Laune hält, hat sich längst vom ausgleichenden rechtsstaatlichen Grundgedanken entfernt. Nach kurzfristigem Beifall der schlichten Fraktion bleiben umso tiefere Gräben.

Nur eine langfristig berechenbare, moralisch integre Politik und die Rückbesinnung auf das Leistungsprinzip werden einen Weg aus diesem Dilemma ermöglichen.

Das Hofieren derjenigen, welche sich eine Vollkasko- und Mitnahmementalität zueigen gemacht haben, wird dieses Land sicherlich nicht weiterbringen, dient allenfalls dem Machterhalt einer unterdurchschnittlichen politischen Klasse.

 © Manfred S. Herrmann

 

 

 

 



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