Akute Sturmwarnung - exorbitant steigende Energiekosten drohen Nebenkosten explodieren zu lassen

18.05.2008

Was ist das für eine Gelassenheit, welche die Bürger tolerieren lässt, dass allein im letzten Monat der Heizölpreis nochmals um über 12 Cent pro Liter gestiegen ist, oder ist es das Ergebnis einer gezielten Politik der Fehlinformation?

Aktuell sind wir bei 92 Cent pro Liter. Dies bedeutet eine Fast – Verdoppelung innerhalb nur eines Jahres!

Die Presse spielt sich, ob manipulativ beschwichtigend oder nicht, mit den vergleichsweise moderat gestiegenen Benzinpreisen.

Nahezu im Windschatten des öffentlichen Interesses spielt sich aber eine bislang beispiellose Preisexplosion auf dem Energieversorgungssektor ab.

Was derzeit passiert, wird erstmalig die Betriebskostenabrechnungen 2008 betreffen, welche Mieter und Wohnungseigentümer im nächsten Jahr in Händen halten werden.

Die relativ milden Winter der letzten 2 Jahre haben zusätzlich ein allzu rosiges Bild der tatsächlichen Energiepreissituation vermittelt. Die dadurch mögliche, bzw. tatsächlich erfolgte Einsparung kompensierte die erheblichen Preissteigerungen in diesem Zeitraum.

Aber nur mal angenommen, der kommende Winter ähnelt dem Winter des Jahres 2005 auf 2006, der sich durch eine geschlossene Schneedecke selbst im Flachland und über 3 Monate Dauerfrost auszeichnete. In diesem Falle werden exorbitant gestiegene Energiekosten nicht nur für Erstaunen bei den Bürgern sorgen: Die Hausgeldabrechnungen werden viele an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten bringen.

Eine kürzlich erfolgte Anfrage der Stadträte Podiuk und Offman an Oberbürgermeister Ude, wie es sich nun mit den Energiepreisen der Stadtwerke München verhalte, wenn die bis zum Sommer gegebene Preisgarantie wegfalle, wurde in der Presse lediglich mit einer Randnotiz abgetan. Eine Antwort ist bislang ausstehend.

Auch die Webseite der Stadtwerke lässt bislang nichts Anderes verlautbaren, als die längst von den Ereignissen überholte Preisgarantie bis zum 30. Juni 2008. Im Übrigen ein sonderbares Verständnis von Aktualität, angesichts der Situation am heutigen Tage noch mit der Preisstabilität für lediglich den kommenden Monat zu werben.

Die Tatsache aber, dass der Erdgaspreis an den Heizölpreis gekoppelt ist, lässt für die Zeit danach nichts Gutes erwarten. Was jetzt schon das Los des Heizölkunden ist, wird dann den Erdgaskunden mit voller Breitseite treffen.

Es wird für viele unumgänglich sein, auf die überhitzte Energiepreissituation schon jetzt realistisch zu reagieren und nicht auf den Schock der Abrechnungen im nächsten Jahr zu warten. Die Wohnungen nicht mehr ausreichend zu beheizen kann nicht zielführend sein. Aber schon jeder Liter eingespartes Warmwasser ist ein Gewinn!

Der aktuelle Marktkommentar zeichnet denn auch ein eher trostloses Zukunftsbild: „Eine im Verlauf immer teurer werdende Heizsaison liegt hinter uns. Die Chancen auf einen nachhaltigen Ölpreisrückgang sind sehr gering … Preisabschläge werden begrenzt bleiben … längerfristig werden Öl und Gas sich weiter verteuern."

© Manfred S. Herrmann

18.05.2008

www.immoservice-muenchen.de

 

Aktualisierung vom 19.05.2008:

Duplizität der Ereignisse - per Pressemitteilung vom heutigen Tage teilen die Stadtwerke mit, die Gaspreise  ab dem 1. Juli 2008 zu erhöhen, "... aber lediglich um durchschnittlich 10 Prozent  und tragen somit einen deutlichen Teil der Erhöhung  ihrer eigenen Einkaufspreise für ihre Kunden weiter mit".

Erstaunlich! Machen Sie Ihrem Heizöllieferanten doch den Vorschlag, er möge sich genauso verhalten!

Interessant wäre in diesem Zusammenhang zu erfahren, was die Stadtwerke München in die Lage versetzt, derart grosszügig zu sein ...

Auch leuchtet nicht ein, warum in der Pressemitteilung von einer Erhöhung beim Heizöl im selben Zeitraum von 40 Prozent gesprochen wird. Eine Steigerung von 55 Cent pro Liter im April 2007 auf aktuell 92 Cent macht über 65 Prozent aus!

Übrigens: Im Januar 2007 lag der Heizölpreis noch deutlich unter 50 Cent!

Zur Pressemitteilung der Stadt München vom 19.05.2008 >>



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